Reizoffenheit: ADHS, Hochsensibilität, Neurodivergenz

Wenn ich von Reizoffenheit rede, rede ich von Hochsensibilität, ADHS, Introversion und Neurodivergenz im allgemeinen. Allen gemein ist, dass die Reizfilter im Gehirn nicht stark ausgeprägt sind, d.h. es werden viele Reize aufgenommen, die als unwichtig gelten und bei nicht-reizoffenen Menschen automatisch so gefiltert werden, dass sie nicht bewusst wahrgenommen werden. Reizoffene Menschen sind oft besonders kreativ, empathisch, neugierig, phantasievoll, intuitiv, aufgeschlossen, sensibel, ehrlich, innovativ, spontan, begeisterungsfähig, verfügen mitunter über einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, denken schnell und nicht-linear. Speziell Menschen mit ADHS verfügen über die Fähigkeit zum Hyperfokus.

In unserer Gesellschaft birgt diese Veranlagung aber auch Problempotentiale: schnelle Reizüberflutung; je nach Ausrichtung Hyperaktivität; innere Unruhe; Gedankenkreisen; Ablenkbarkeit; Unordnung bis hin zum Chaos; fehlende Strukturierung; Schwierigkeiten dabei, Gesprächen zu folgen; In-Sich-Gekehrtsein; Impulse nicht kontrollieren zu können; soziale Ausgrenzung; Konzentrationsprobleme bei Routineaufgaben oder Aufgaben, die nicht als sinnvoll empfunden werden und nicht zuletzt oft eine Unfähigkeit, sich zu entspannen. Unerkannte oder ignorierte Reizoffenheit kann zu somatischen sowie psychischen Beschwerden führen. Es ist also wichtig, seine Bedürfnisse zu erkennen und sie zu erfüllen; sich über die positiven Aspekte von Reizoffenheit klar zu werden und sie auf den Alltag zu übertragen; das Leben nach Interessen, Stärken und Fähigkeiten auszurichten und danach, wie das Gehirn funktioniert; herauszufinden, wie man Muster und Gedankenspiralen unterbricht; wie das mit der (Selbst-)Motivation funktioniert und wie man Strukturen schafft – so sie denn sinnvoll sind; das Selbstvertrauen und das Bewusstsein für das Selbst zu festigen; Lösungswege für konkrete Probleme zu erarbeiten und notwendige Veränderungsmöglichkeiten zu suchen und mitunter auch sich von den Wertevorstellungen einer neurotypisierten Gesellschaft nicht vereinnahmen zu lassen und den eigenen Weg, geleitet von den eigenen Werten, zu gehen – hierbei arbeiten wir in einem ersten Schritt daran, Dich selbst und die eigene Neurodivergenz anzunehmen (für ADHSler:innen führe ich gerne eine Psychoedukationssitzung durch) und Glaubenssätze sowie festsitzende Selbstkonstrukte loszulassen, also im Sinne der Achtsamkeit wahrzunehmen und zu akzeptieren, ohne sich davon kontrollieren und die eigenen Handlungen davon beherrschen zu lassen. Die Counseling-Sitzungen werden immer konkret an Deine Bedürfnisse angepasst, egal, ob praktische Themen wie Alltagsstrukturierung, Zeitmanagement etc., persönliche Themen wie Selbstwert, Glaubenssätze oder eine Mischung von beidem gerade im Vordergrund stehen.

 

Klientinnenstimmen

„Ich bin unglaublich dankbar, dass mir Marie empfohlen wurde und ich in ihrem Coaching genau das gefunden habe, was ich für mein ADHS gesucht hatte. 1. Konkrete Werkzeuge, die mir dabei helfen meinen Alltag mit ADHS zu meistern und Aufgaben zu überwinden, die mich früher grenzenlos frustriert haben. 2. Einen Menschen, der sich nicht nur wissenschaftlich, sondern auch persönlich sehr gut mit diesen Themen auskennt. Das bedeutet, dass sie die Hochs und Tiefs von einem Leben mit ADHS kennt und am besten: alle Werkzeuge und Übungen die sie einem an die Hand gibt hat sie selber probiert! Talk about practicing what you preach! 3. Ist sie ein unglaublich verständnisvoller und offener Mensch und ich habe mich noch nie verurteilt gefühlt. Ich kann Marie alles erzählen und sie bietet mir einen Safe Space. Das Counseling von Marie gibt mir sehr viel Sicherheit für mein Leben und ich freue mich auf unsere nächsten Sitzungen!“ – Petra B.

„Unser Counseling kam genau zum richtigen Zeitpunkt und war ein Silberstreif am Horizont, liebe Marie. Dein einfühlsamer Umgang mit all den verwirrenden Fragen, die nach der Diagnose auftauchen, war enorm hilfreich. Und auch, dass du nicht aus Therapeutendistanz an die Dinge herangehst, sondern selbst weißt, wovon du sprichst. Mit dem von dir vermittelten Hintergrundwissen und dem praktischen Handwerkszeug bin ich schon viel sicherer in der Welt unterwegs.“ – Petra M.

„Marie hat meine gesamte Schulzeit während der Oberstufe enorm positiv geprägt. Ich hatte mit vielen Problemen, wie Konzentrationsstörungen, mangelndes Selbstbewusstsein, Prüfungsangst und Unstrukturiertheit zu kämpfen. Marie brachte mir bei, meine Stärken zu erkennen und zu fördern. Ich lernte verschiedene Methoden und Taktiken, mit meinem ADHS umzugehen und mich so bspw. besser zu konzentrieren. Die jahrelange Zusammenarbeit ermöglichte es mir, trotz aller Zweifel und Ängste, mein Abitur mit Bravur zu meistern und bahnte gleichzeitig den Weg für ein anschließendes Studium. Ich lernte, mich zu behaupten, strukturierter zu leben und auf meine Stärken zu vertrauen.
Durch Maries Erfahrungswert und ihren herzlichen Umgang habe ich mich immer gut aufgehoben gefühlt und konnte lernen, mit meinem ADHS zusammenzuarbeiten. Dies alles hätte ich ohne Maries wirkungsvolle Methoden, ihrem wundervollen Wesen und ihrer uneingeschränkten Hingabe niemals geschafft. DANKE!“ – Helene R.

„Marie hat mich in den letzten anderthalb Jahren als Counselor begleitet. Nach und nach wird mir erst der Umfang der positiven Veränderungen klar, die in dieser Zeit für mein Leben begonnen haben. Marie hat mir nach gut 15 Jahren Depression und verschiedenen Therapien mit unterschiedlichem Erfolg geholfen zu einer Form des Verständnisses und der Akzeptanz für mich zu finden, die ich kaum noch für möglich gehalten hatte.
Marie hat mir zunächst die Entwicklung und Funktionsweise von Menschen mit ADS erklärt. Es war teils überwältigend, wie ich mich hierin wiedergefunden habe und wie viele meiner Schwierigkeiten auf einmal eine Erklärung hatten. Marie  hat mir geholfen, die alltäglichen Herausforderungen in meinem Alltag und Beruf anzugehen, hilfreiche Strukturen für mein Leben zu entwickeln und zu akzeptieren, dass Spontanität und Planung keine ausschließlichen Gegensätze sein müssen. Durch dieses Wissen und einfache Hilfsmittel hat sich mein Selbstbild gradezu umgekrempelt. Ich habe begonnen, meine Besonderheiten nicht mehr als Fehler zu betrachten, die behoben werden müssen, bevor es mir besser gehen kann. Ich möchte jetzt gar nicht mehr so funktionieren wie andere Menschen. Ich weiß, dass ich auch auf meine spezielle Art effektiv, produktiv, zuverlässig sein kann, wenn ich die richtigen Hilfsmittel kenne. Meine Schwächen kann ich jetzt als untrennbare andere Seite zu meinen Stärken betrachten.
Langsam begreife ich auch einen Aspekt, der in der allgemeinen Darstellung der AD(H)S oft nicht so bekannt ist: Die Schwierigkeit, Emotionen im Alltag einzuordnen und zu verarbeiten. Das habe ich für mich mit dem Begriff „Reizoffenheit“ verknüpft. Mir fällt es oft schwer, emotionale Reize zu verarbeiten, so dass sie mich nicht überwältigen und lähmen. Aber Marie hat mir das Wissen darüber gegeben, dass das ein fester und wichtiger Teil von mir ist, der mir an anderer Stelle auch hilft. Zusammen entwickelte Hilfsmittel wie Meditationsübungen, eine gute Mischung aus festen Strukturen und flexibler Planung, die erlaubt auf die aktuelle Tagesform zu reagieren, lassen mich immer besser gerüstet fühlen, den familiären und beruflichen Alltag zu bewältigen.
Die Zeit des Counseling von Marie hat so positiv auf mein Leben gewirkt, dass ich es jeder/jedem der/die den Verdacht hat, mit einer Besonderheit in diesem Bereich Schwierigkeiten zu haben, wärmstens empfehle!“ – Paul F.

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